Einleitung eines Miniforschungsprogramms zum Aufkommen und zum Umgang mit Gefühlen in Unternehmen unterschiedlichen Typus‘ (Department: Philosophie)

Bekanntlich unterscheide ich gerne:

„Beseelte Unternehmen“ von „Seelenlosen Geldvermehrungszombies“

„Unternehmen“ von „Desorganisierten Räuberbanden“

Bedürfnisorientierte Unternehmen von Unternehmen ohne praktisches Selbstverhältnis

Erfüllende Formen der Zusammenarbeit zu einem lebendigen Zweck von rein formalrechtlich zusammengehaltenen Selbstbedienungsläden

Ich könnte noch hinzufügen:

Räume voller Trigger, die unsere Ego-Anteile anfeuern, von Räumen voller Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung, die sich nur gemeinsam mit anderen Menschen und nur durch Handeln vollziehen können.

Oder ich könnte auch sagen:

Intrinsifier“ von „Extrinsifiern“ – Wenn ich eine Redeweise benutzen würde, wie sie im Netzwerk von Intrinsify!me gepflegt wird…

Für den Moment möchte ich mir ALL DIESE Unterscheidungen zunutze machen, um auf neue Art über „Gefühle im Business“ zu schreiben…

…ich möchte nämlich fragen, wie wir mit den verschiedenen „Grundgefühlen“: Angst, Wut, Trauer, Freude in unseren unterschiedlichen Unternehmen unterschiedlich umgehen.

Und ja: Auch über „Scham und Unverschämtheit“ in den beiden unterschiedlichen Formen möchte ich schreiben, auch wenn ich Vivian Dittmars Ansicht nach wie vor nicht teile, dass „Scham“ ein „Grundgefühl“ ist…

Die Gründe für meine Anders-Konzeption an dieser Stelle nur als Andeutung: Ich unterscheide Schamlosigkeit von Unverschämtheit. Erstere  wird von mir rein positiv bewertet. Schamlosigkeit ist aus meiner Sicht das, was sich von ganz allein einstellt, wenn Bedürfnisbewusst zusammen gearbeitet wird. – Weil weder für Scham noch für Schuld Raum ist in „echten Unternehmen“, die intensivere Beziehungen stiften anstatt sie zu vermeiden, allein deswegen verbietet es sich schon, Scham in der Theorie zu einem grundlegenden Gefühl zu machen.

Und greift man in die pragmatistische Psycho-Kiste, kann man sogar anzweifeln, dass die Zuordnung „Gefühl“ bessere Effekte auf uns hat als die Zuordnung von „Scham“ zu „Typische Kommunikationsmuster im Spiel zwischen kritischem Eltern-Ich und rebellischem/angepasstem Kind-Ich“.

Dieses erforschende Neuzusammenfügen von Worten wird also versuchen zu beschreiben:

1.) Wann genau „in rein formalistischen und in echten Unternehmen“ bestimmte Gefühle typischerweise auftreten.

2.) Wie in diesen beiden unterschiedlichen Kooperations-Formen mit dem jeweiligen Gefühl und seinem „Besitzer“ typischerweise umgegangen wird.

Viel Spaß dabei…

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