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Definition von „Beziehung“ und „Gelingender Beziehung“

Meine aktuelle Arbeitsdefinition von „Beziehung“ lautet wie folgt:

Eine „Beziehung“ ist dann der Fall, wenn zwei voneinander unabhängige, selbstbewegte Systeme gleichzeitig jeweils aus sich selbst heraus mit dem anderen interagieren, und es in diesem Moment für beide Systeme, unabhängig voneinander, wahrscheinlich scheint, dass es in der Zukunft zu weiteren Interaktionen kommen wird.

Meine aktuelle Definition von „Gelingender“ oder „Guter Beziehung“ lautet wie folgt:

Eine „gute Beziehung“ ist dann der Fall, wenn zwei voneinander getrennte Systeme, die jeweils eine Eigendynamik haben, eine Beziehung eingehen (im oben definierten Sinn), bei der sich beide Systeme, unabhängig voneinander, entweder

a) die Frage stellen, welche Bedürfnisse das andere System wohl möglicherweise hat.

oder

b) ganz natürlich, ganz von alleine auf die Befriedigung von mindestens einem, möglicherweise auch von mehreren Bedürfnissen des anderen Systems fokussiert sind.

Beides, a) und/oder b), ohne eigene, fundamentale, systemerhaltende Bedürfnisse völlig/dauerhaft aus der eigenen Aufmerksamkeit zu verlieren.

Zu diesen beiden Definitionen sechs Erläuterungen:

1.) Diese Definitionen sind natürlich „systemtheoretisch verseucht“. 😉

2.) Der Schwachpunkt der Definition von Beziehung ist der in ihr ungeklärt-vage Begriff der „Interaktion“.

3.) Wenn die genannten Bedingungen nicht gegeben sind, handelt es sich aus meiner derzeitigen Sicht nicht um eine Beziehung bzw. um keine gute Beziehung.

4.) Bezogen auf „gute/gelingende Beziehungen“ lässt sich sagen, dass es ein recht eindeutiges äußerliches Anzeichen für ihr Bestehen ist, dass in beiden Systemen während den Interaktionen relativ regelmäßig „Gefühle von Freude, Liebe oder einfach „Wohlgefühl“ aufkommen. – Solche positiven Gefühle können im Allgemeinen als Informationen darüber aufgefasst werden, dass Bedürfnisse erfüllt werden.

5.) Umgekehrt kann aus dem regelmäßigen Aufkommen von unangenehmen Gefühlen (Angst, Ohnmacht, Trauer, Wut, Ekel, etc.) während der Interaktionen beider Systeme nicht geschlossen werden, dass es sich um keine gute Beziehung handelt. – Solche Gefühle können vielerlei Quellen haben und das regelmäßige Auftreten von unerfüllten Bedürfnissen kann als Normalzustand jeglichen Systems aufgefasst werden, dem „Bedürfnisse“ zugeschrieben werden können. Von daher sind Rückschlüsse vom Auftreten unerfüllter Bedürfnisse auf die Beziehungsqualität unzulässig. – Nichtsdestotrotz zeichnet es gerade gute Beziehungen aus, dass von beiden Systemen, wiederum unabhängig voneinander, besondere Wege gefunden werden, mit aktuell unerfüllten Bedürfnissen umzugehen, sowohl eigenen als auch des Beziehungspartners.

6.) Im Beziehungsparadigma des Unternehmertums liegt bei allen Aktivitäten der Fokus darauf, möglichst viele Bedürfnisse aller am Unternehmen beteiligten Systeme zu erfüllen und vermeintliche Bedürfniskonflikte (sowohl des gleichen Systems wie verschiedener, interagierender Systeme) durch das Finden neuer, innovativer (Bedürfniserfüllungs-)Strategien aufzulösen. – Bedürfniskonflikte können im Beziehungsparadigma des Unternehmertums leicht umverstanden werden als die entscheidenden, treibenden Kräfte für unternehmerische Innovation überhaupt.

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Mehr Agape und Philia und weniger Eros in Unternehmen

In der klassischen Tradition gibt es nicht EINE Form der Liebe, sondern 3:
Agape, Philia und Eros.

Im Folgenden gebe ich meine Privatdeutung der Differenzierung zwischen diesen 3 Liebesformen wieder und setze sie dazu in Beziehung, was in unseren Unternehmen los ist. Meine generelle These ist: Agape und Philia sind heute in vielen Unternehmen stark unterrepräsentiert, Eros stark überrepräsentiert. Die „Liebesfähigkeit unserer Unternehmen“ ist in einem starken Ungleichgewicht, das nach Ausgleich strebt.

„Agape“ ist in meiner Deutung die „Mütterliche Liebe“: Es ist die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, des Gärtners zu seinen Blumen, in der klassischen Tradition: Die Liebe Gottes zu seiner Schöpfung. Es ist die Liebe zu dem, was nicht wir selber sind, was aber aus uns hervorgeht und von uns genährt wird. AGAPE ist daher AUCH die Liebe zum eigenen Werk. – Agape ist immer dann „in Form“ oder „in Aktion“, wenn wir „hegen und pflegen“, wenn wir eigene Bedürfnisse zum Wohl eines anderen zurückstellen, mit dem wir uns aus einer „elterlichen Haltung“ identifizieren.

„Philia“ ist (nicht nur) in meiner Deutung die „Freundschaftliche Liebe“. Es ist die Liebe zu etwas außerhalb von uns, das uns ähnlich ist. Häufig läuft die freundschaftliche Liebe über eine gemeinsame Tätigkeit. Mein persönliches Bild dafür sind zwei Männer, die gemeinsam an einem Fluss fischen, die sonst – außer dieser Tätigkeit – erst einmal nichts verbindet. Gemeinsame Hobbies, Leidenschaften: Sie können zur Philia führen. Philia ist dann in Vollform, wenn über das zunächst instrumentelle Interesse an einer Person oder Sache eine persönliche Bindung entstanden ist, die das äußerliche gemeinsame übersteigt. Und zwar so, dass diese Bindung auch dann noch Bestand hat, wenn die gemeinsame äußerliche Verbindung weggefallen ist. – Auch hier sind wir bereit eigene Bedürfnisse zum Wohl eines anderen zurückstellen. Allerdings im Fall der Philia nicht aus einer elterlichen Haltung, sondern auf GLEICHER EBENE, d.h. auf Augenhöhe, auf dem Niveau von „Peers“. Wie bei den anderen beiden Formen der Liebe geht es um eine Beziehung zu einem Anderen (außerhalb von uns), das nicht wir selbst sind. Hier ist es aber die angenommene Ähnlichkeit, die die Identifikation ermöglicht.

Um auf „Eros“ einzugehen, möchte ich etwas weiter ausholen, denn „die erotische Liebe“ wird häufig extrem reduziert verstanden:
Platon lässt in seinem „Gastmahl“ (Symposion), das den Eros zum Thema hat, als Vorletzten Lobredner auf den Gott Eros den antiken Komödiendichter Aristophanes auftreten. Dieser gibt den bekannten Kugelmenschen-Mythos zum Besten, der in der Regel den meisten Menschen, die das Gastmahl lesen, am Besten in Erinnerung bleibt. Dieser Mythos besagt grob verkürzt, dass wir alle einst perfekt waren („Kugel“ als Symbol der Perfektion und Mangelfreiheit), dann zerteilt wurden in 2 Wesen, weil wir Menschen gegen die Götter aufbegehrten (sozusagen eine Art griechischer Sündenfall) und heute herumlaufen und im Außen unser Gegenstück suchen, dass uns wieder perfekt machen soll. – Diese Geschichte ist zugleich der direkte Ausdruck dessen, was manchmal „die romantische Liebe“ genannt wird: Es gibt einen und genau einen Menschen „der für einen gemacht ist, der perfekt zu einem passt und einen daher wieder rund macht“. – Erst nach dieser Geschichte lässt Platon seinen Sokrates auftreten und SEINE Geschichte vom Eros erzählen. Dieser sokratische Mythos bleibt den meisten Lesern vergleichsweise schlechter in Erinnerung als „die schöne Geschichte“ des Aristophanes.

Als ich in der Deutung des Gastmahls unterrichtet wurde, sagte mein damaliger Lehrer: „Platon zeigt uns hier direkt nebeneinander zum Vergleich: Den Eros, wie wir uns wünschen, das er ist (Aristophanes), und den Eros, wie er wirklich ist (Sokrates)“.

Was ist nun aber die „sokratische Deutung“, was ist nun also „der Eros, wie er wirklich ist?“

Auch hier verkürze ich wieder grob: „Eros“ besteht laut diesem Mythos aus einem Zusammenkommen von „Mangel“ und „Findigkeit“.

Die erotische Liebe ist stets eine Liebe zu dem, was wir selbst (noch) nicht sind. Daher ihr Bezug zum Mangel. Ohne Mangelgefühl ist erotische Liebe nicht möglich. Die Götter als Sinnbild des Perfekten müssen so vorgestellt werden, das ihnen erotische Liebe nicht zugänglich ist, da sie keinen Mangel kennen. – Aber Mangel allein reicht nicht, denn Mangel allein ist nur Misere. Die erotische Liebe besteht in Mangel in Kombination mit der Hoffnung, das Vermisste durch eigene Tätigkeit (und Erfindergeist) erwerben zu können. – Daher auch die „explosive“ Form, in der wir den Eros häufig antreffen: Ein vom Eros ergriffener Mensch ist einer, der glaubt, in einem tiefen, dunklen Tunnel zu sitzen (Mangel) und der gerade das Licht erblickt, von dem er glaubt, dass es ihn aus diesem Tunnel in die Freiheit führen wird. Dieser „Tunnelblick“ ist maximale Unfreiheit (denn: „there’s only one way to go“), aber auch maximale Power hinter dem Versuch, an dieses Licht zu kommen. Aufgrund der Power, die er freisetzt, ist Eros auch so attraktiv für viele Unternehmen, v.a. für amerikanische… 😉 . Man kann aber wissen, was man sich einkauft, wenn man auf Eros setzt: Strukturelles Mangeldenken. Denn noch einmal: Ohne Mangel kein Eros.

Alle 3 Formen der Liebe haben also Folgendes gemeinsam:
1.) Sie beziehen sich auf etwas, das nicht wir selbst sind. Auf ein Äußeres.
2.) Sie bauen eine Identifikatorische und daher stark emotionale Bindung zu dieser Entität auf, die wir nicht selbst sind: Im Fall der Agape: „Zu unseren (körperlichen oder geistigen) Kindern“. Im Fall der Philia: Zu dem im Außen, was uns Ähnlich ist und in dem wir uns wiederfinden“. Die Philia sagt: „Du bist nicht allein mit dem, was Du verkörperst. Es sind noch andere da, die ähnlich sind wie Du.“ Im Fall des Eros: Zu dem im Außen, was wir gerne wären und doch nicht sein können, ohne uns selbst zu vernichten und einen Tod sterben zu müssen.

Kurz: Agape kommt aus Fülle, aus Überfluss. Philia aus Gleichheit und Neutralität. Eros aus Mangel und „Haben-Wollen“.

Nun habe ich oben eingangs behauptet: In unseren Unternehmen gibt es zu viel Eros und zu wenig Agape und Philia.

Ich werde diese Behauptung hier zunächst nicht weiter ausführen, da die eigene experimentelle Übertragung dieser These auf das eigene Unternehmen sehr produktiv sein kann.

Ich möchte aber einschränkend sagen, dass EROS selbstverständlich seinen Platz in Unternehmen hat. Ohne Eros kann KEIN Unternehmen bestehen. (Eros zeigt übrigens auch an, wann genau ein Unternehmen endgültig tot ist: Denn ohne Eros hat ein Unternehmen keine Mission mehr und verwandelt sich daher in einen Bürokratie-Zombie, in eine Geldabschöpfungsmaschine).

Aber paradoxerweise – obwohl Eros „den Mangel als Mutter hat“ (laut Platon) – haben wir ausgerechnet an Eros keinen Mangel in vielen unserer heutigen Unternehmen.

Was unseren Unternehmen häufig in einem geradezu verheerenden Ausmaß fehlt ist die strukturelle Anwesenheit von Agape und Philia. – Daher sollten wir uns auf sie konzentrieren. Tun wir das, dann kommt auch Eros wieder ins Lot. Von ganz allein. D.h.: Die verschiedenen Formen der Liebe begrenzen sich in der Praxis gegenseitig. Wer weniger Eros will, muss schauen, wie Agape und Philia wachsen können.

Die wechselseitige Begrenzung der 3 Liebesformen liegt in unserer eigenen emotionalen Ökonomie begründet: Unsere Affektive Kraft ist begrenzt. Wird viel affektive Energie durch eine Form der Liebe gebunden, dann ist gerade wenig für die beiden anderen Formen der Liebe übrig…  – Das mag man sich in manchen Situationen anders wünschen, nämlich so, dass Eros die Philia befeuert, Philia die Agape, Agape den Eros, Eros die Agape, Agape die Philia, Philia den Eros. Aber hier kann man mit Platon fragen: Wollen wir uns mit unseren irrealen Wünschen beschäftigen, die reine Fülle wollen? Oder wollen wir uns mit dem beschäftigen, was wirklich Sache ist?

Und die Kraft der Begrenzung ist im Grunde etwas Schönes: Sie macht die Wunderbarkeit der Welt, des Lebens und des Unternehmertums aus.

P.S. „Eros“ klingt nicht rein zufällig sehr ähnlich wie diese hübsche Göttin hier, der ich persönlich immer wieder mal verfalle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eris_%28Mythologie%29

[Dieser Artikel ist eine leicht bearbeitete Version eines Beitrags, der zuerst am 12.12.2012 im Rahmen der „Initiative qualitative Marktwirtschaft“ auf Xing erschienen ist]

Der Liebe im Unternehmen auf der Spur

„Liebe im Unternehmen“? – Die erste Reaktion darauf könnte lauten: „Bitte nicht!“ Oder vielleicht: „Was soll denn das?“ Und dann eventuell noch: „Sie meinen jetzt aber nicht das, was einer unserer Vorstände mit seiner langjährigen Assistentin hat?“ Oder frei nach Gustav Heinemann: „Ach was, ich liebe keine Unternehmen, ich liebe meine Frau; fertig!“

Also, es ist schwierig über „Liebe im Unternehmen“ zu schreiben. Vielleicht ist es auch wirklich problematisch.

Um sich diesem Thema mit der ihm gebührenden Vorsicht zu nähern, ist es vielleicht sinnvoll, eher von „Spurenelementen der Liebe“ in Unternehmen zu sprechen.

Sammeln wir einmal, was naheliegend ist an solchen Spurenelementen:

„Ich liebe meinen Job“. – Kann je nach Mensch und seinen wichtigsten Bedürfnissen alles mögliche heißen: Abwechslung, angemessenes Herausgefordert-Sein, wichtige Fähigkeiten einbringen können, Sinnerleben, tolle Kollegen, Vertrauen vom Chef, in jüngster Zeit ein Erfolgserlebnis gehabt, wenig zu tun und gleichzeitig viel Kohle bekommen, Reisen können, nicht reisen müssen, dankbare Kunden haben, und und und.

In jedem Fall bekommt da jemand was, was er wirklich braucht und schätzt.

„Ich liebe dieses Unternehmen“. – Dürfte in nicht-sarkastischer Form derzeit eher selten anzutreffen sein, ist aber nicht ganz undenkbar. Das Unternehmen, dem dies gilt, müsste eine erkennbare stabile Kultur haben, in dem bestimmte Dinge, die der Liebe-Bekundende schätzt, regelmäßig vorkommen. Vielleicht sind es Dinge, die anderswo selten sind aus Sicht von dem, der den Satz sagt. Vielleicht ist er aber einfach schon sehr lange in jenem Unternehmen? – Nein, rein aus Dauer würde man so einen Satz wahrscheinlich nicht sagen. Da wäre zuviel Gewohnheit, Routine und Langeweile vor, vielleicht auch Genervtheit über die X-te Reorg, die man schon mitgemacht hat und Distanznahme zu der ganzen Sache aufgrund des Y-ten Chef, den man gerade hat. Es muss also wirklich etwas stabiles, wirklich Gutes sein im Unternehmen, das jemand zu so einer Aussage veranlasst. Und es könnte nicht nur von einem Mitarbeiter kommen. Es könnte sogar von einem Kunden kommen, einem Dienstleister/Zulieferer jenes Unternehmens oder von einem Investor.

„Ich liebe meine Kollegen“ – Hm. Irgendwie noch schwerer vorstellbar. Wer würde so einen Satz sagen? – In jedem Fall liegt hier eine irgendwie persönliche Beziehung vor, die über das rein Funktionale („die Räder greifen gut ineinander“) hinausgeht. – Oder doch nicht? Vielleicht bringen „die Kollegen“ einfach nur richtig gute Leistung, so dass es Spaß macht, mit ihnen zu arbeiten? – Wahrscheinlicher scheint mir aber, dass hier eine menschliche Ebene jenseits der Zusammenarbeit entstanden ist, dass man seine Kollegen durch irgendeinen glücklichen Zufall oder günstige Rahmenbedingungen als Menschen kennen gelernt hat und sich „zufällig“ mag. Man fühlt sich miteinander vertraut und wird gleichzeitig auch arbeitsmäßig nicht übermäßig enttäuscht (dann würden sich andere Gefühle anstauen, die kaum zu Liebesbekundungen führen würden). – Vielleicht kein sonderlich haltbarer Zustand. Aber ein denkbarer.

„Ich liebe meinen Chef“. – Ich muss zugeben: Dieser Satz löst bei mir persönlich unmittelbar Unbehagen aus. – Was ist hier der Fall? Vor kurzem befördert worden? Der Chef ist ein wirklich toller Mentor, ein geborener „People Manager“, der seine Aufgabe darin sieht, seine Mitarbeiter dahin zu bringen, dass sie ihn überflügeln, mindestens aber ihren Weg machen? – Selten, aber immerhin vorstellbar. Ich selber durfte einige solche Chefs kennen lernen. Und ja, wenn ich so darüber nachdenke: Ich liebe sie dafür.

„Ich liebe meine Kunden“. – Dazu fällt mir nur eines ein: Dass ich es wirklich schade finde und ein Armutszeugnis für unsere Unternehmen, dass ich annehme, dass dieser Satz mir am absurdesten und unwahrscheinlichsten scheint, dass er in unserer realexistierenden Wirtschaftswelt ausgesprochen oder auch nur einmal gedacht wird. – Denn im Kern geht es in jedem Unternehmen um die Kunden. Und wenn man die nicht liebt, was will man dann da eigentlich, in diesem Unternehmen? Wie gesagt: Extrem traurig und ein Armutszeugnis. Das Potential des Unternehmens ist verschenkt und den tragenden Protagonisten des Unternehmens oft noch nicht einmal ansatzweise überhaupt bekannt. – Weil sie sich ihrem Unternehmen und seinen Kunden nicht mit Liebe nähern, sondern mit ganz viel Anderem, völlig unbrauchbarem, beliebigem Zeug, das kein Mensch braucht.

„Ich liebe meine Investoren/ meine Firmeneigner“. Meinana! – Was muss da alles noch passieren, dass dieser Satz mal in der Realität fällt und ernstgemeint und vor allem ernst gefühlt ist! – Wünschenswert scheint mir das allemal, denn hier krankt unser momentanes System am Meisten und Zentralsten. – Aber das ist ein Thema für die, die sich mit Finanzen und Investments besser auskennen, und für Menschen, die sich mit „Impact Investing“ beschäftigen.

„Ich liebe meine Dienstleister/ meine Zulieferer“. – Hier scheinen mir die Dinge ähnlich gelagert wie beim Abschnitt über die Liebe zu den lieben Kollegen oben. Vielleicht täusche ich mich da aber auch?

Das soll als erste Sammlung von Liebes-Spurenelementen in Unternehmen genügen. Vielleicht mehr zu einzelnen dieser Elemente demnächst hier an dieser Stelle.