Unternehmensführung ist Kriegsführung

…oder etwa nicht?

Schauen wir etwas näher hin:

Es geht ja wohl im Kern darum, die Konkurrenz zu bekämpfen, Marktanteile zu erobern, im Idealfall um den „totalen Sieg“: Die Konkurrenz vollkommen aus dem Feld zu schlagen und eine Monopolstellung zu erringen!

Dafür müssen wir alle Kräfte mobilisieren, uns rechtzeitig in Stellung bringen, unser Terrain abstecken, das ganze Arsenal an Maßnahmen abfackeln, die dazu notwendig sind, um unsere Ziele zu erreichen.

Beim Recruiting geht es darum, dass wir uns für die richtigen Unternehmenssoldaten entscheiden: Menschen, die auch mal die Extra-Meile gehen. Am besten täglich. Menschen, die hart wie Kruppstahl sind, schnell wie Windhunde und zäh wie Leder. Menschen, die keinen Schlaf brauchen, die alles geben und deren Familien sich glücklich schätzen können, dass sie ihren Bonus bis auf den letzten Blutstropfen verteidigen.

Wir brauchen Menschen in unseren Reihen, die bereit sind, in den Schützengräben des Vertriebs, der Produktentwicklung, der Produktion, der Logistik und ja: auch des Controllings und Personalwesens füreinander einzustehen! – Menschen, die selbstlos und ungefragt einspringen, wenn der eine vom Hirnschlag hingerafft wurde oder die andere an posttraumatischen Belastungsstörungen laboriert. – Und die sich dennoch nahtlos in die Befehlskette einfügen: Auf die man sich ganz oben verlassen kann, dass sie 1:1 den Feldzug so ausführen, wie er geplant war!

Am wichtigsten für den Unternehmenserfolg sind aber die Feldherren: SIE müssen immer die richtigen Strategien, die richtige Taktiken kennen, eben jene, die die augenblickliche Lage im Krieg gegen all die anderen Unternehmen erfordert. SIE müssen das Beste aus unseren Möglichkeiten machen. SIE müssen dafür sorgen, dass die Truppen des Unternehmens nicht auseinanderfallen, auch wenn das Schlachtenglück gerade mal nicht so rosig für uns ausfällt. SIE müssen erkennen, wann wir unsere Märkte verteidigen müssen, und wann wir selbst über den Feind hereinbrechen und ihm alle seinen Kunden wegnehmen, so dass er in die Insolvenz geht wie weiland die Sowjetunion und mit ihr der gesamte Warschauer Pakt.

Und wenn wir da alles richtig machen, in diesem nimmer endenden Krieg im Namen unserer Investoren (Gott sei ihrem Geld auf immer gnädig!): Wenn unsere Feldherren die Schlaueren sind und all unsere gut abgezählten Soldaten an der Kundenfront und an der Produktfront die Härteren, dann… …ja dann winkt uns allen der Sieg!

Zumindest vielleicht in diesem Fiskaljahr.


An den werten Leser, die werte Leserin:

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Genauso gern ohne wie mit Begründung. Begründungen können in die Richtung gehen: “Warum überhaupt mehr als 1?” Oder auch: “Warum unterhalb von 10 geblieben?”

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Danke Ihnen dafür!

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