Ohne Verletzlichkeit geht es nicht

Wenn wir unsere eigene Verletzlichkeit umarmen, wandeln sich die Dinge für uns…

Vieles, was wir tun, tun wir, um unserer Verletzlichkeit auszuweichen, um nicht mehr zu fühlen, um nicht mehr angreifbar zu sein, um nicht enttäuscht werden zu können, um das Leben mit seiner Fülle aus unserem Leben auszusperren…

…auch vieles, was wir in unseren Unternehmen tun, und was sehr vernünftig, ernst und professionell daherkommt, tun wir in Wirklichkeit, um unserer Verletzlichkeit auszukommen. Um NICHT MEHR unternehmerisch sein zu müssen. Den Unternehmertum ist Ins-Risiko-Gehen. Und das heißt immer auch: Ins Risiko, mit der eigenen Verletzlichkeit konfrontiert zu werden.

Keine schönen Aussichten, die unser Unternehmertum uns da zu bieten scheint…

…vor ein paar Tagen habe ich mal wieder mit einer Coachee gemeinsam den TEDTalk von Brené Brown angehört. Ich weiß nicht, woran es lag (wenn ich tippen müsste: es lag an meiner Coachee), aber bei diesem gemeinsamen Ansehen hat er mich noch mehr berührt als die vielen Male zuvor. Auch Brené Browns eigene Verletztlichkeit, hinter ihrer Show, war für mich viel deutlicher spürbarer als zuvor.

Förster & Kreuz schlagen in einem ihrer jüngsten Blogbeiträge einen ähnlichen Ton an. – „Verletzlichkeit ist etwas Gutes!“ rufen sie uns zu.

Sie weisen uns auch darauf hin, dass, wenn wir uns mal wieder alt und müde fühlen in und mit unserem Unterenehmen, es etwas damit zu tun haben könnte, dass wir uns jetzt schon länger nicht mehr aus unserem schützenden Panzer herausgetraut haben…

…“Jugendlichkeit“, Lebendigkeit und Neugier sind eben auch sehr verletzliche Zustände. Will man die nicht haben (ein Wunsch, den glaube ich jeder Mensch recht gut nachvollziehen kann), dann zahlt man dafür eben einen Preis.

Die Entscheidung, WELCHEN Preis wir FÜR WAS zu zahlen bereit sind, liegt – wie immer – bei uns…

Verletzlichkeit ist damit auch eine Wahl. Etwas für oder gegen das wir uns täglich neu entscheiden.

Will man das von einer individuellen Ebene („ein jeder sorge für sich selbst und für jeden ist gesorgt!“) in seinem Unternehmen auf eine kollektive Ebene heben („wie sorgen wir dafür, dass jeder gut für sich sorgen kann?“), dann könnte man sich z.B. auch einmal das hier anschauen…


An den werten Leser, die werte Leserin, die sich durch die Zeilen dieses Artikels bis hierhin durchgekämpft hat:

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Genauso gern ohne wie mit Begründung. Begründungen können in die Richtung gehen: “Warum überhaupt mehr als 1?” Oder auch: “Warum unterhalb von 10 geblieben?”

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Danke Ihnen dafür!

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