10.000 Wege, wie man als Einzelner die Bedürfnisorientierung seines Unternehmens erfolgreich sabotieren kann

  • Schweigen Sie sich aus über Ihre persönlichen Beweggründe. – Ihre Mitunternehmer sollten Ihre Gedanken schon lesen können, nach all der Zeit, die sie schon zusammenarbeiten. – Und überhaupt: Die anderen könnten ja auch einfach nachfragen, wenn es sie wirklich interessiert! – Wo würden wir denn hinkommen, wenn wir ständig darüber sprechen würden, worum es uns persönlich dabei geht!? – Es geht hier um die Sache! Wir sollten professionell bleiben.
  • Unsere eigenen Bedürfnisse sollten wir nicht zu ernst nehmen, wenn wir unternehmerisch tätig sind. Erfolg verlangt Opfer. Und großer Erfolg verlangt eben große Opfer! – Wenn wir schneller vorankommen wollen, müssen wir eben schneller rudern und nicht lange darüber nachdenken, wie wir das Segelboot erfinden! Das sind haltlose Träumereien realitätsferner Menschen, die nicht verstanden haben, worum es in der Ökonomie geht: Leistung, Leistung, Leistung!
  • Wenn wir etwas in Erfahrung bringen, was für unser Unternehmen große Bedeutung hat, sollten wir klug mit diesem Wissen umgehen. – All zu leicht gehen wir anderen Mitunternehmern auf die Nerven mit unseren „neuesten Erkenntnissen“. – Jemand, der seinen Kollegen auf die Nerven geht, wird seinem Unternehmen kaum etwas bringen. – Außerdem kann dieser kleine Wissensvorsprung auch uns selbst noch nützlich sein…
  • Zunächst sollten wir die Ziele erfüllen! – Diskutieren können wir auch noch später, wenn wir Zeit dazu haben…
  • Wir sollten darüber ausführlich reden. Wir müssen alle ins Boot holen, sonst wird das nichts mit der erfolgreichen Umsetzung dieser Strategie. Ich hab dazu mal was vorbereitet und eine Meeting mit allen möglichen Stakeholdern des Projekts aufgesetzt. Nach einem Warmup, Einigung über die Agenda und der Next Steps werden wir die dazu nötigen Aufgaben verteilen, um die Sache erfolgreich zu implementieren. – Eine erste Erfolgsvalidierung nach 2 Monaten darf natürlich nicht versäumt werden. Würden Sie das machen, Herr Meier…?
  • Wir wissen schon, was unsere Investoren wollen: ROI, Umsatzsteigerung um 30% gegenüber dem letzten fiscal year, dabei cost cutting in mehreren Abteilungen. – Wir müssen nicht mit unseren Investoren reden, denn es gibt keinen anderen Grund, in ein Unternehmen zu investieren als ein maximaler return on invest. – In diesem Sinne sollten wir alle mal die Klappe halten und uns für dieses großartige Ziel nun einfach mächtig ins Zeug legen.
  • Auch bei unseren Kunden können wir uns viel blabla ersparen. – Wir haben unsere Produkte und Dienstleistungen. Über die haben wir lange genug nachgedacht und sie im Schweiße unseres Angesichts dahin entwickelt, wo sie heute sind. – Jetzt muss einfach der Markt entscheiden. – Wozu haben wir einen Vertrieb? – Die wissen schon, wie sie das anstellen müssen, damit unsere Kunden das gut finden, was wir da fabrizieren. – Dafür werden die schließlich teuer genug bezahlt!
  • Wir können da in diesem Punkt nicht auf Dich eingehen. – Weißt Du, wenn wir das machen, dann wird dann ja jeder kommen und das Gleiche wollen. Und wohin führt uns das? In die Firmenpleite! – Das kannst auch Du nicht wollen. – Darum werde bitte wieder vernünftig und sieh ein, dass Du das nicht kriegen kannst. – Wir sind uns im Übrigen sicher, dass Dir das auch keine andere Firma der Welt ermöglichen würde…
  • Meine Tür steht immer offen. Du weißt das. Nur jetzt halt grad nicht, wo es für Dich wichtig ist. – Siehst Du diesen Stapel hier? Den muss ich heute noch abarbeiten, sonst… Das will alles noch heute entschieden sein. – Du, lass uns einfach einen Termin ausmachen, da reden wir nochmal drüber. Schickst Du mir einen Vorschlag? Okay, gut, also ich muss dann jetzt wieder mal…
  • Das ist eine tolle neue Idee. Aber leider können wir das nicht machen. Denn das wurde noch nirgendwo sonst vorher erfolgreich erprobt.
  • Wenn Sie das unbedingt wollen… …okay: Wir machen das als Projekt. Sie als Initiator haben die Projektverantwortung und können sich Leute suchen, die bereit sind, das mit ihnen umzusetzen. Natürlich sollten ihre Kernaufgaben darunter nicht leiden…
  • Wir müssen zunächst die Quartalsziele erreichen. Wenn wir das geschafft haben, können wir uns dem Thema nochmal neu zuwenden.
  • Dieses Feedback kann ich Markus unmöglich geben! – Der redet doch danach kein Wort mehr mit mir! – Außerdem sind wir auf ihn angewiesen, wenn es um Projekt X geht. Nein, das geht echt nicht. – Das muss wenn dann sein Chef ihm sagen. Dafür ist der ja da. Das ist nun aber wirklich nicht meine Aufgabe.
  • Lass uns erst mal schauen, ob es irgend ein anderes Unternehmen gibt, das das schon gemacht hat.
  • Auch wenn wir uns selbst da sicher sind, finde ich, wir sollten uns bei dieser Thematik professionell beraten lassen. Sie ist einfach zu wichtig. – Herr Maier, hatten Sie nicht neulich mit der Unternehmensberatung Revenue Inc. gute Erfahrungen gemacht? – Holen Sie doch da mal ein Angebot rein.

To be continued… 😉


An den werten Leser, die werte Leserin, die sich durch die Zeilen dieses Artikels bis hierhin durchgekämpft hat:

Ich freue mich, wenn Sie mir den Gefallen tun wollen und im angeschlossenen Kommentarfeld von wordpress eine Rückmeldung machen, wie glücklich sie das Lesen dieses Artikels gerade eben jetzt macht, auf einer Skala von 1 (völlige Gleichgültigkeit, macht gar nichts mit mir) bis 10 (feels like an orgasm).

Genauso gern ohne wie mit Begründung. Begründungen können in die Richtung gehen: “Warum überhaupt mehr als 1?” Oder auch: “Warum unterhalb von 10 geblieben?”

Diese Ihre Bewertung dient meinem persönlichen Tracking der “wahren Wirkung” von ilwyc: Wenn Sie eine solche Bewertung abgeben, erfüllt mich das – wie auch immer sie ausfällt – mit Glück 🙂

Danke Ihnen dafür!

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