Empathy for your company

Ich danke Fabrice Wegner für seine Präsenz, seine bewundernswerte Haltung und für seine Anregungen, die mich unter anderem zu diesem Artikel inspiriert haben.

Beim Austausch über den Film „Augenhöhe“ und über das, was verschiedene Menschen mit diesem Film anfangen, bekam ich unter anderem das hier zu lesen:

Und weil ich sowieso allergisch gegen Menschen bin, die nach einer höheren Institution rufen, um Dinge zu verändern – mein Ghandi-Credo (das Du glaube ich auch schon zitiert hast): „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“. Dann erkennt man auch sehr schnell, in welchen Situationen einem die Energie für Augenhöhe ausgeht und man Mitgefühl für die Organisationen entwickelt, die heute noch keine menschlichen Umgangsformen etabliert haben. Und man dadurch auch an sich selbst zweifelt. Demut entwickelt.

Besonders berührt mich hier der Ausdruck „Mitgefühl für die Organisationen“…

…für mich heißt das beides zugleich: Mitgefühl für die Menschen, die diesen Unternehmen einen Teil ihres Lebens und ihrer natürlichen Ressourcen widmen. UND Mitgefühl für jene künstliche Entität, dieses „geschaffene Sein“, das wir üblicherweise „Unternehmen“ nennen.

Ja, dazu sind WIR in der Lage. Wir alle: Unsere Empathie, unser Mitgefühl, das wir im zwischenmenschlichen Miteinander erlernen, auf Unternehmen zu übertragen.

Oft tun wir sogar noch viel wildere, haarsträubendere Dinge: Wir sind in der Lage, „menschliche Gefühle“ auf Autos, Staaten oder Bankkonto-Stände zu übertragen…

…warum also nicht auch auf Unternehmen – wo diese Gefühle viel besser hinpassen und wo sie viel heilsamere Wirkungen entfalten?

Was könnte das genauer heißen und worin bestehen die „heilsamen Effekte“, von denen ich hier spreche?

„Ein Unternehmen“ ist etwas Edles, Bewunderungswürdiges. – In ihm sind die Kräfte von verschiedenen Menschen „zusammengeflossen“ – Und das in der Regel auf eine Art, die Synergien erzeugt.

Oft verweigern wir Unternehmen aber diese Bewunderung und unsere Wertschätzung und unsere Empathie. – Wir „benutzen“ sie ebenso gedankenlos wie wir oft unsere Mitmenschen „benutzen“. – Auch diese Gedankenlosigkeit ist menschlich und daher sehr weitgehend „einfach okay“.

Es gibt aber viele Situationen und Interaktionen MIT und IN Unternehmen, in denen es sehr entkrampfend wäre und völlig neue Lösungsmöglichkeiten bieten würde, wenn wir uns in ihnen dieses „Werts des Unternehmens an sich“ bewusst wären. – Wir würden darin unsere eigene Leistungen, unseren eigenen Wert und unsere eigenen Vorinvestitionen in jene BEZIEHUNG würdigen. Wir würden uns selbst würdigen.

Und wir würden das „Wir“ in den Blick bekommen, von dem aus Dinge ganz natürlich und unangestrengt anders zu laufen beginnen…

All das versäumen wir ein ums andere Mal. Und auch deswegen fühlt sich Business oft „so hart, anstrengend, zynisch, beschwerlich und unmenschlich“ an.

All das ist wie gesagt einfach menschlich.

Aber es ist dennoch nicht zwingend notwendig so.

Niemand zwingt uns, es so und nicht anders zu machen…


An den werten Leser, die werte Leserin, die sich durch die Zeilen dieses Artikels bis hierhin durchgekämpft hat:

Ich freue mich, wenn Sie mir den Gefallen tun wollen und im angeschlossenen Kommentarfeld von wordpress eine Rückmeldung machen, wie glücklich sie das Lesen dieses Artikels gerade eben jetzt macht, auf einer Skala von 1 (völlige Gleichgültigkeit, macht gar nichts mit mir) bis 10 (feels like an orgasm).

Genauso gern ohne wie mit Begründung. Begründungen können in die Richtung gehen: “Warum überhaupt mehr als 1?” Oder auch: “Warum unterhalb von 10 geblieben?”

Diese Ihre Bewertung dient meinem persönlichen Tracking der “wahren Wirkung” von ilwyc: Wenn Sie eine solche Bewertung abgeben, erfüllt mich das – wie auch immer sie ausfällt – mit Glück 🙂

Danke Ihnen dafür!

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