Was für das Herz gut ist, ist auch für das Gehirn gut

Wie einige Leser dieses Blogs wahrscheinlich wissen, habe ich hier auf ilwyc zu meinem Vergnügen unter anderem ein Programm laufen, dass darin besteht, mal versuchsweise die Metapher des menschlichen Körpers auf Unternehmen zu übertragen

…und danach dabei zuzusehen, was DANN so alles passiert.

Aus diesem Grund hat mich eine Formulierung besonders gefreut, die vor Kurzem in einem Spiegel-Online-Artikel über unsere alternde Gesellschaft und „Fitness im Alter“ erschienen ist:

Alles, was für das Herz gut ist, tut auch dem Gehirn gut

Was nun „das Herz eines Unternehmens“ ist, lässt sich relativ leicht darstellen, so wie z.B. hier geschehen. – Ich gehe davon aus, dass das für viele Menschen intuitiv und unmittelbar nachvollziehbar ist.

Nun zum Problem. Zum Gehirn…

An anderer Stelle habe ich bereits lang und breit dafür argumentiert, dass wir „das Gehirn eines Unternehmens“ entschieden anders verstehen sollten als „ein zentrales (Planungs- und Kontroll-)Gremium.

Wir haben bereits jede Menge „Hirn“ in jeder einzelnen „Unternehmenszelle“, einfach deswegen, weil wir dort Menschen haben, die ein Gehirn haben.

Ich meine das ganz wörtlich, ganz körperlich, ganz brutal-biologisch.

Weil es in diesem Punkt einen wichtigen Unterschied gibt zwischen einem menschlichen Körper und einem „Unternehmenskörper“ (corporate): Eine menschliche Zelle ist zwar auch „recht intelligent gebaut“, verfügt über eine DNA, aber eben NICHT über ein Gehirn…

…DESWEGEN brauchen Unternehmen kein zentrales Planungs- und Steuerungsgremium.

Sie haben diese hochgradig anpassungsfähigen Instanzen bereits „dezentral inkorporiert“.

Wie der Hirnforscher Gerald Hüther sinngemäß schreibt: Unser Gehirn ist der sensibelste, anpassungsfähigste Teil unseres Körpers. Diese Anpassungsfähigkeit „qua Hirn“ macht – wieder ganz brutal – unsere biologische Überlegenheit über alle anderen Spezies dieses schönen blauen Planeten aus. Wir sind eine niedrig-spezialisierte Spezies. Wir können „überall hin“ und „alles mögliche tun“. – Mit ein paar kleinen biologischen Einschränkungen… 😉

Es ist also „immer viel Hirn im Unternehmen“…

…und DIESEN dezentralen, immer-vorhandenen Gehirnen eines Unternehmens tut es einfach verdammt gut, wenn das Unternehmen ein Herz hat (Nun im metaphorischen Sinne, so wie es Gregg Kendrick verwendet, siehe hier, ca. ab Minute 50:00).

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