Warum sich unsere Arbeitswelt, unser Unternehmen und ich selber nicht ändern müssen – Part II

Gut, gut, gut…

…es stimmt schon: In Unternehmen ab einer bestimmten Größe weiß die linke Hand nicht, was die andere tut. Und das Management nicht, was wirklich beim Kunden passiert und welche Probleme wir mit unseren Produkten wirklich haben und wirklich lösen. Trotzdem MUSS das Management natürlich führen, Vorgaben machen und sagen, wo’s lang geht. – Und diese „bestimmte Größe“ beginnt in MANCHEN Unternehmen schon bei einer Mitarbeiterzahl von 2.

Ja, und wir konsumieren wirklich so manchen Mist und manchen Schrott, den wir niemals anrühren würden, wenn wir unsere sieben Sinne bei uns hätten (btw.: ich hab 5 davon gerade akut verlegt. Wenn jemand sie grad gefunden hat. Bitte bei mir melden…!). – Na und? No risk, no fun! – Der Mensch ist eben auch frei, sein Leben mit sinnlosem Kram zu verbringen, es zu verdaddeln und seine Konsumfreiheit zu genießen und seine innerliche Leere mit dem Kauf von Schrott zu füllen. Immerhin funktioniert dieses Spiel ja recht lange. Länger als so mancher Mensch in irgendeiner vormodernen Gesellschaft erwarten konnte zu leben.

Zudem: So schlimm ist es wirklich nicht. Angesichts der krassen Schräglage in so manchem Unternehmen, der chronischen Sinnlosigkeit des „usual business“ schaffen es die meisten Menschen, erstaunlich gesund zu sein und zu bleiben. – Sie verlagern ganz gesund ihre Energien dahin, wo es sich für sie lohnt und wo es ihnen gut tut. Lassen Ihren Chef einen guten Mann oder zunehmend: eine gute Frau sein, und genießen unter der Hand ihr Leben. Manchmal machen sie das mit dem Verbergen ihrer wahren Aktivitäten so gut, dass sie das nicht mal selber mehr mitkriegen. Aber auch das ist kein Problem: Das ist einfach gute Anpassung und erhält das Lebensglück unter erschwerten Bedingungen.

Auch dass wir unser Geld in allen möglichen Kram stecken, wenn wir es „anlegen“, von dem wir nicht so genau wissen, was damit eigentlich angefangen wird: Mein Gott! Wer kann in einer komplexen Welt voller Wechselwirkungen und unüberschaubaren Eigendynamiken ernsthaft noch den Anspruch haben, irgendwelche „Kontrolle“ dieser Art ausüben zu können!? – Beste Absichten führen oft zu den schlimmsten Effekten und umgekehrt schlimmste Absichten oft zu gemeinwohligsten Auswirkungen. Das wollen all diese neoantiliberalen Gutmenschen einfach nicht wahrhaben, dumpfbackige Kontrollfreaks, die sie allesamt sind. Angesichts solcher unleugbaren Wahrheiten kann man doch nur loslassen und bedingungslos wegsehen! – Überhaupt: Dieser übertriebene ethische Anspruch an alles und jeden und jederzeit! Der kann einem aber auch mal sowas von auf den Sack gehen. Haaaaallooooo! Bin ich vielleicht Jesus? Hab ich Sandalen an? „Eben nochmal kurz die Welt retten“? In einer Welt, in der bald 8 Milliarden Menschen leben? Und da soll ich entscheidenden Einfluss nehmen, auf irgendwas verzichten oder permanent „achtsam“ sein? Sagt mal: Geht’s noch? Sollen doch die anderen mal hübsch „achtsam“ sein, dass sie mir nicht auf die Zehen treten. Denn dann werd ich wild. Also: Obacht, meine lieben Weltmitbürger, obacht!

So und das war’s für heut. Gute Nacht und bis zum nächsten Mal…

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