Warum wir uns mit Naturphilosophie beschäftigen MÜSSEN, wenn wir an einer Transformation des Unternehmertums arbeiten

Eine der vielen Lehren aus der Philosophie von Thomas Hobbes‘:

Traue niemals einem Philosophen, der Gesellschaftsphilosophie macht, ohne eine zugrunde liegende Naturphilosophie zu haben.

Warum?

Wenn Du das Problem nicht kennst, zu dem die bestehenden Sozialformen „sich als Lösung versuchen“, bist Du immer in Gefahr, das aktuell erreichte Lösungsniveau der bestehenden Gesellschaft mit Deinen neuen Lösungen zu unterbieten.

Das, was Dir als Verbesserung vorschwebt, würde, wenn man ihm folgt, die bestehenden Situationen verschlechtern, nicht verbessern, wie es Deine Absicht ist.

Die logische Konsequenz daraus: Jegliche progressive Sozialphilosophie sollte sich mit Naturphilosophie beschäftigt haben – und die Anbindung an diese Naturphilosophie nicht völlig kappen oder „operativ verlieren“.

Damit das nicht gar so allgemein und unverständlich bleibt, wie es wohl ist, wenn man keinen Zugang zu Hobbes hat, hier zwei Beispiele:

1.) Der Artikel „Hierarchie ist eine Lösung“ zeigt die zugrunde liegende Struktur: Das Bestehende muss in seiner Lösungskraft gewürdigt werden, gerade wenn man noch Besseres hervorrufen will. – Dieses allgemeine Theorem der „Optimierung“ findet man hier in weiteren Details und mit weiteren Gründen  beschrieben.

2.) Ein Beispiel dafür, wie ich mir in meiner individuellen Form einen Zugang zur Naturphilosophie verschaffe, findet man hier. – Meine Absicht ist hierbei, das, was wir unter „Unternehmertum“ verstehen, auf die nächste, aus meiner Sicht erreichbare Stufe zu bringen bzw. dem Unternehmertum unserer Zeit den Weg dahin leichter zu bahnen.

Aber eben genau darum gilt es auch, nicht aus dem Blick zu verlieren, woher wir kommen und „wie wir gebaut sind“. – Denn dieser spezifische Bau, „unsere Natur“ bietet spezifische Möglichkeiten, aber auch spezifische Begrenzungen. – Und das TROTZ der unglaublichen „Plastizität“ die das „Naturwesen Mensch“ mitbringt.

Ignoriert man diese „natürlichen Begrenzungen“ völlig, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man Theoreme in die Welt setzt, die nicht dazu führen können, dass sich unsere bestehenden Sozialformen in eine Richtung weiterentwickeln, die wünschenswert ist. – Sie erzeugen dann im Gegenteil und ganz gegen unsere Absichten neue Frustrationen, Zynismus und neue Fronten.

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