Was wir tun können, wenn wir Teil eines Unternehmens sind, das unser eigenes Unternehmen blockiert

1.) Kündigen

Erschreckend einfach und oft eine vorschnelle Lösung. – Die Probleme, die bei uns selbst liegen und die dazu führen, dass wir uns nicht unser „Unternehmen im Unternehmen“ schaffen, nehmen wir dann oft einfach mit in die nächste „Position“.

Andererseits ist jede neue Beziehung auch eine echte neue Chance.

Dennoch sollte man, bevor man seine alte Liebe verlässt, „mit der man sich auseinandergelebt hat“ oder „die eigentlich schon immer eine Zweckehe war“, in jedem Fall noch einmal gründlich und v.a. gründlich selbstkritisch begutachten:

Gibt es wirklich GAR KEINE Möglichkeiten, „sein Ding zu machen“ im aktuellen Unternehmen? Auch dann nicht, wenn wir mutiger sind? Auch dann nicht, wenn wir ein paar Dinge von uns abschütteln, die uns eh schon lange behindern? Auch dann nicht, wenn wir uns bewusst Verbündete für UNSER Unternehmen suchen – extern wie intern?

Nur wenn man all das mit einem ganz eindeutigen NEIN beantworten kann, würde ich diese Lösung bevorzugen.

Man muss aber ehrlicherweise auch sagen, dass viele Menschen bereits „lange drüber sind“. D.h. sie hätten sich schon seit Jahren von ihrem aktuellen trennen müssen, hätten sie den Mut aufgebracht, zu sich selbst aufrichtig zu sein.

In diesem Fall gibt es tatsächlich nur eins: JETZT kündigen. – Natürlich auf kluge, erwachsene Weise, d.h. gut vorbereitet, Flurschaden vermeidend, mit Risiken kalkulierend, alle verfügbaren Ressourcen nutzend, usw.

Manchmal brauchen wir aber auch das Drama, das „zerschnittene Tischtuch“, um uns lösen zu können. Ohne Drama, also „ganz vernünftig“ schaffen wir es manchmal einfach nicht…

Prüfen Sie auf jeden Fall, was für Sie im Moment gut und was für Sie möglich ist.

1.) a) Kündigen und ein Unternehmen suchen, das unser Unternehmertum braucht und willkommen heißt anstatt es zu blockieren

Hier ist es wichtig, dass Sie sich VOR ALLER SUCHE, VOR ALLEM BLICK NACH AUSSEN klar machen, was sie dazu eigentlich brauchen.

Bevor Ihr Blick nach außen geht, sollte also Ihr Blick nach innen gehen. Vielen Menschen fällt das bemerkenswert schwer… Sollte es Ihnen auch so gehen, trösten Sie sich damit, dass Sie damit nicht allein sind.

Dennoch lohnt sich diese Frage: Was brauche ich, um das im Beruf zu realisieren, was ich eigentlich realisieren kann und möchte?

Daraus geht IHR Kriterien-Katalog für Ihr nächstes Unternehmen hervor. – Und der ist wichtig. Schließlich haben Unternehmen, mit denen Sie Kontakt aufnehmen und sprechen AUCH Ihre Kriterienkataloge. – Haben Sie dagegen IHRE Kriterien nicht geklärt, haben Sie gar keine Kriterien („will einfach einen Job“) oder sind Ihre Kriterien noch völlig diffus („will einfach einen guten Job mit netten Kollegen und einem Klasse-Chef“), dann begegnen Sie Ihrem nächsten Unternehmen nicht auf Augenhöhe.

Unter diesen Bedingungen ist es äußerst wahrscheinlich, dass Sie sich nach Ihrem „Ja-Wort“ zum neuen Unternehmen sehr schnell wieder sehr, sehr ähnlich fühlen werden wie mit ihrem alten Unternehmen, bei dem Sie mit viel Mut gekündigt haben.

Das hat Ihr Mut nicht verdient. – Darum klären Sie, was Sie brauchen, um unternehmerisch im nächsten Unternehmen unterwegs zu sein. Und dann REDEN SIE SEHR OFFEN UND DIREKT GENAU DARÜBER MIT UNTERNEHMEN.

Hier sagen viele: „Darf man das?“ oder „Ist das nicht zu forsch?“ oder „Ich bin ja sehr flexibel.“ – All das ist Ausdruck von Selbstzweifel bzw. einer fehlenden INNEREN Erlaubnis dafür, „sich das eigene Stück vom Kuchen zu nehmen“.

Dieses fehlende innere Gefühl wird dann in der Regel nach außen projiziert und den Unternehmen, mit denen man liebend gern arbeiten würde, unterstellt. Für solche Projektionen bieten gute Unternehmen viel Fläche, weil solche Unternehmen völlig zu Recht und ganz tatsächlich wählerisch und misstrauisch sind und eben ebenfalls „nicht mit jedem arbeiten“.

Dennoch führt diese Projektion in diesem konkreten Fall in die Irre. Denn Klarheit und Offenheit sind gerade für solche Unternehmen hochgradig attraktiv. – Und die aufgelisteten Fragen bringen geradezu jeden Menschen erfolgreich aus jeglicher Klarheit und Offenheit heraus und bewirken, dass man sich „bewerbungstechnisch“ als diffuse Nebelwolke positioniert, die für keinen Arbeitgeber mehr richtig greifbar ist.

Typische Frage von Menschen, die mit dieser Übergroßen-Wahllosigkeits-Strategie auf Unternehmen zugegangen sind und damit keinen Erfolg hatten, ist übrigens: „Was meinen Sie, sollte ich nicht vielleicht noch wahlloser werden – was die Aufgaben, Branchen und das Gehalt angeht…?“ – Also: Der Blick geht in Richtung „mehr vom selben“. Das Problem wird als Lösung präsentiert. Wir haben hier eine Form von selbstverschlimmerndem punktuellem Wahnsinn vor uns…

Fazit:

Ja, das können Sie also alles so machen. Sie können sich diese Fragen stellen, ob sie beim Ansprechen von Unternehmen klar und offen sein dürfen. Zweifeln Sie gerne so weiter. Augenhöhe und Respekt bekommen Sie SO aber ganz sicher nicht von ihrem nächsten Partner.

Vielleicht hilft es Ihnen, über diese Zweifel hinweg zu kommen, indem Sie sich mal überlegen, wie die oben aufgelisteten Fragen (und vor allem die innere Haltung, die dahinter steckt und deren Ausdruck diese Fragen nur sind) bei einer privaten Partnersuche ankommen würden.

Gerade wenn es darum geht, „beim anderen gut anzukommen“, sind eigene Unklarheit und eigene Zweifel am „Dürfen“ nicht unbedingt so der Bringer. – Menschen, die in dieser Haltung auf Partnersuche sind,  wirken durch diese Haltung ganz einfach unattraktiv. Und das ganz unabhängig davon, „was sie mitbringen“, weil sie das, was sie mitbringen, durch ihre eigene Haltung selbst entwerten.

Deutlich attraktiver sind Partner, die glaubhaft den Eindruck vermitteln können, dass sie wissen, was sie wollen. Und zwar in beide Richtungen: Dass sie wissen, was sie gerne bereit sind zu geben, und dass sie wissen, was sie brauchen, um dauerhaft einen guten Job zu machen und sich dauerhaft in der Partnerschaft wohlzufühlen. „Erwachsene“ Partner eben. Keine verkappten Kinder, die „den Eltern“ gefallen müssen, um zu überleben.

Und DEN EINDRUCK zu wissen was sie wollen vermitteln eben genau diejenigen Menschen, die wirklich für sich geklärt haben und wissen was sie wollen und genau dieses Wissen einfach relativ direkt zum Ausdruck bringen.

Darum noch einmal: Klären Sie zunächst für sich, was sie wollen (foro interno) und dann reden Sie einfach offen darüber (foro externo). Aber bitte in DER Reihenfolge, nicht andersherum! (Also nicht ERST Unternehmen ansprechen und DANN hinterher merken, was Sie eigentlich gewollt hätten…)

„Erfolgreich Bewerben“ funktioniert im Grunde wie in dem alten GfK-Witz: „Zu sagen was man braucht, erhöht die Chance zu bekommen, was man braucht, nicht ganz unbeträchtlich“ (Sinngemäß nach Ike K. Lasater).

1.) b) Kündigen und ein eigenes Unternehmen gründen statt ein Unternehmen zu suchen, in dem man seinem eigenen Unternehmen Raum verschaffen kann

Gewissermaßen die „leichtere Lösung“ – Auch wenn es sich zunächst nicht so anfühlt. Zudem gibt es Menschen, die aus sehr prinzipiellen Gründen vor einer Selbständigkeit zurückschrecken. Oftmals sind das gar nicht diejenigen Menschen, die eigentlich Angst haben müssten, also z.B. Menschen ohne nennenswertes Startkapital. Stattdessen gibt es einige Menschen die sagen: „Selbständigkeit ist einfach nichts für mich.“

Einem solchen Satz können sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Gewohnheiten zu Grunde liegen:

– Das Gefühl, eine „Struktur von außen“ zu brauchen.

– Das Gefühl, dann allein zu sein; also der Wunsch nach Austausch, Anregungen und auch einfach menschlicher Eingebundenheit

– Das Gefühl, das Risiko sei prinzipiell zu groß.

– Das Gefühl, nicht mit Geld umgehen zu können.

– Das Gefühl, keine Kunden gewinnen zu können bzw. nicht zu wissen, wie das geht.

– Das Gefühl, dass das eigene (Berufs-)Leben eigentlich schon vorbei ist und dass sich „das jetzt nicht mehr lohnt“.  – Zu letzterem Grund sei ein kurzer Philosophen-Witz erlaubt:

Immer wieder lief dem vorsokratischen Philosophen Thales von Milet seine Mutter über den Weg, deren Sorge es war, ihren Sohn zu verheiraten, der sich bislang immer mit der Bemerkung „Noch ist es viel zu früh dafür!“ um Aufschub bemüht hatte. „Ich habe eine Frau für dich“, sagte sie. „Ihr werdet es nicht glauben, meine Mutter“, rief Thales, „aber noch ist es viel zu früh dafür!“; und er rannte davon.

Wochen, Monate, vielleicht Jahre vergingen. Als seine Mutter ihm aber schließlich eines Tages doch wieder mit der Sache kam, antwortete er darauf folgendermaßen: „Jetzt ist es aber wirklich zu spät dafür!“

Wie auch immer die Gründe liegen mögen: Heutzutage ist eine eigene Unternehmensgründung allemal eine Überlegung wert. – Was vielen Menschen (auch mir) geholfen hat, die sich damit schwer tun, ist: Andere Menschen persönlich zu kennen, die das bereits getan haben und damit halbwegs glücklich und erfolgreich sind. – Austausch mit solchen Menschen tut einem in einer solchen Lage einfach gut und löst auch viele ganz praktische Probleme im Handumdrehen, die einem zunächst als unüberwindliche Hindernisse erschienen sind.

Aber auch hier steht man im Grunde vor ganz ähnlichen Fragen wie im Fall, dass man „ein neues Unternehmen sucht“:

Man sollte für sich klären, was man eigentlich tun will und was man dazu eigentlich ganz persönlich braucht.

Um diese Klärung kommt man in keinem Fall herum. – Nur die Probleme, die sich aus einer Nicht-Klärung ergeben, stellen sich in der Selbständigkeit deutlich unmittelbarer ein, denn dann hat man keine oder unzufriedene Kunden. Auch Investoren und Unterstützer lassen sich „im ungeklärten Zustand“ nur sehr schwer gewinnen bzw. es kommt dann zwangsläufig zu Enttäuschen, oft zu finanziell und emotional sehr kostspieligen Enttäuschungen.

Ich selbst schätze diese Unmittelbarkeit in der Selbständigkeit. – Sie erscheint mir irgendwie … ehrlicher. Man ist mehr damit konfrontiert, was „wirtschaftliche Realität“ heißt: Nämlich, dass man sein Geld wert sein muss, dass das, was man aus seinen beruflichen Tätigkeiten heraus haben möchte, auch von Kunden bezahlt werden muss, denen das, was man tut oder wozu man beiträgt, ausreichend viel Geld wert sein muss.

Oft wird dieser „reale Wert“ der eigenen Leistungen von Menschen „in Festanstellung“ völlig aus den Augen verloren. Und manchmal habe ich den Eindruck, „die Festanstellung“ ist für einige Menschen ein Zustand aufgeschobenen Erwachsen-Seins: Da ist immer noch ein Chef, dem man kindliche Gefühle entgegenbringen kann, negative kindliche Gefühle (Trotz) genauso wie positive kindliche Gefühle (der entscheidet für mich, der sorgt für mich).

Selbständige haben die Option, nicht erwachsen zu werden, demgegenüber in vergleichbar geringerem Ausmaß. Manchen von uns gelingt es natürlich trotzdem…

2.) Jetzt unser Unternehmen im Unternehmen gründen

Was das heißt, wurde im Abschnitt „Kündigen“ dieses Artikels bereits angedeutet: Prüfen Sie Ihre Optionen. Halten Sie aus Prinzip DEUTLICH mehr für möglich als sie bisher für möglich gehalten haben. Auch und gerade dann, wenn eine Stimme in Ihrem Kopf flüstert: „Du hast ja bereits alles versucht, da geht wirklich nichts, so viel ist mal sicher!“

WENN Sie sich für diese Option entscheiden, ist das Entscheidende, dass Sie sich für eine experimentelle Haltung begeistern können, also für „trial and error“. – Starten Sie „soziale Experimente am lebenden Objekt“. Probieren Sie vermeintlich verrückte Dinge aus. – In jedem Fall: Wechseln Sie Ihre bisherige Strategien mal bewusst aus und achten Sie sehr sensibel auf „die Ergebnisse“ auf das veränderte Feedback: Bekommen Sie jetzt wirklich bessere Reaktionen? Oder bleibt alles gleich? Ober wird es vielleicht sogar noch schlimmer, obwohl Sie sich das bis eben gar nicht hätten vorstellen können?

Rechnen Sie auch „die Trägheit des Systems“ ein. Soll heißen: Alle in Ihrem Unternehmen haben sich auf Ihr bisheriges Verhalten, Ihre bisherigen Strategien vollkommen eingestellt. – Machen Sie jetzt plötzlich (für die anderen: „aus heiterem Himmel“) etwas anders, können Sie kaum erwarten, dass gleich „bessere Reaktionen“ kommen. – Sie müssen schon etwas Standhaftigkeit im Experiment beweisen. – Waren Sie z.B. bisher all zu entgegenkommend gegenüber Rudis-Reste-Rampe-Aufgaben, müssen Sie einfach damit rechnen, dass sich alle um sie herum daran gewöhnt haben, dass man solche Aufgaben gut bei Ihnen abladen kann. – Sagen Sie nun plötzlich „nein“, und sei es bei aller Bestimmtheit noch so freundlich, dürfen Sie nicht mit Begeisterungsstürmen oder Unterstützung rechnen. – Womit Sie aber rechnen dürfen ist: Gewöhnung. Spätestens beim Dritten „Nein“ Ihrerseits gegenüber dem gleichen Kollegen oder gleichen Vorgesetzten tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt ein – und solche Aufgaben landen fortan bei jemand anderem, der diese Erfahrung noch nötiger hat als Sie.

Prinzipiell ist es möglich, nahezu jeden Job in die eigene Richtung zu formen. – Ich selber habe das lange nicht kapiert. Zu brav, zu ängstlich, zu prästabilisierte-Harmonien-erwartend war ich unterwegs. – Wie viel aber selbst in widrigsten Unternehmen möglich ist, kann man an Kollegen sehen, denen es in den genau gleichen Unternehmen und oft konfrontiert mit noch widrigeren Projekten, Chefs oder Kundenwünschen deutlich besser geht als einem selber und die auch unter diesen Umständen weitgehend selbstbestimmt ihr Ding durchziehen. – Solche Kollegen sind geeignet, sich von ihnen eine große Scheibe abzuschneiden. Denn solche Kollegen sind bereits „Unternehmer im Unternehmen“ und beweisen einem, was alles möglich ist.

Das ist aber nicht zu verwechseln mit einem anderen, deutlich verbreiteteren Phänomen: Den Fluch der allzu dicken Haut, der allzu ausgeprägten Leidensfähigkeit. – Viele Menschen hängen in Jobs einfach deswegen fest, weil sie zu viel aushalten. – An sich ist es natürlich eine berufliche Tugend, dass man nicht beim ersten Windhauch davonläuft und eine gewisse „Resilienz“ aufweist. – Bei vielen Menschen geht das aber so weit, dass Sie über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in Jobs festsitzten, die Sie entweder verlassen oder deutlich gemäß der eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse formen müssten, wenn Sie auf Dauer keinen Schaden nehmen wollen. – Denn Schaden nehmen auch solche „leidensfähigen“ Menschen. Nur nehmen Sie diesen erst dann wahr, wenn es „bereits zu spät ist“ und sie aus diesem Schaden nur noch sehr wenig lernen können. Z.B. weil sie dann diesen Job rein gesundheitlich nicht mehr ausüben können. Oder weil sie aus für alle anderen erkennbaren Demotiviertheit aussortiert und dem Job geflogen sind.

Wenn Sie sich aber dafür entscheiden, im Unternehmen zu bleiben, bleibt Ihnen im Grunde gar nichts anderes übrig, „als Ihr Unternehmen im Unternehmen zu gründen“. Das heißt auch, dass jegliche Widrigkeit nicht mehr als Jammer-Anlass geeignet ist, sondern eine inoffizielle Aufgabe darstellt, ein Teil Ihres selbstgewählten „Projekts“ wird. Von diesem Projekt muss niemand anderer im Unternehmen wissen. Manchmal ist das nämlich wirklich hinderlich.

Was aber in jedem Fall hilft, sind inoffizielle Verbündete. Diese müssen nicht wissen, dass Sie sie für Verbündete halten. Aber auch diese Menschen werden spüren, dass es angenehm ist, mit Ihnen Umgang zu haben. Und nach und nach werden immer mehr Menschen in Ihrem Unternehmen für Sie nützlich werden. Wer weiß – vielleicht sogar eines Tages Ihr Vorgesetzter? Und das selbst dann, wenn Sie gerade in einem Verhältnis zu ihm stehen, in dem dies im Moment kaum denkbar erscheint. – „Vorgesetzte“ sind im Grunde sogar leichter als Verbündete zu gewinnen als Kollegen, mit denen man oft deutlich mehr zu tun hat. Bei Vorgesetzten ist es deutlich leichter, eine gute Figur zu machen, oder durch ein starkes Auftreten zu punkten. „Führung von unten“ nennt man das dann oft.

Wichtiger als all das ist aber, dass Sie sich an allererster Stelle nicht darüber Gedanken machen „was in meinem aktuellen Unternehmen wirklich möglich ist und was nicht“, sondern darüber was Sie eigentlich für ein Unternehmen im Unternehmen gründen wollen.

Nur durch solche Überlegungen gewinnen Sie Ihre Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit zurück. Definieren Sie Ihre Kunden, Ihre Leistung gegenüber Ihren Kunden – und genießen Sie in vollen Zügen das Glück, Ihren inneren eigenen Kriterien für gute Leistung gerecht zu werden. Selbst dann, wenn diese Kriterien außer Ihnen niemandem anderen in Ihrem Unternehmen etwas bedeuten. Schließlich sind Sie ein Unternehmer auf eigene Rechnung. Vielleicht genießen Sie Ihr Glück also heimlich, still und leise. Vielleicht aber auch deutlich sichtbar für so ziemlich alle anderen im Unternehmen…

Die Menschen in Ihrem Umfeld im Unternehmen, die sich derzeit noch dafür entscheiden, sich in einer Opferrolle zu suhlen (leidend unter „dem Chef“, „dem System“, „der Personalabteilung“, etc.), werden Ihnen den größten Widerstand entgegenbringen, werden über Sie lästern, werden mindestens irritiert sein. – DAS sind ganz sicher nicht Ihre Verbündeten und Sie sollten diese Menschen in der ersten Zeit, in den Gründungsmonaten Ihres Unternehmens wenn möglich freundlich meiden.

Sie müssen diese Menschen auch nicht ändern. Das ist deren Ding. Ziehen Sie einfach nur Ihres durch.

Sie werden schnell merken, dass es andere gibt, die „von Ihrer Wandlung“ geradezu begeistert sind. – Auch hier ist Vorsicht angebracht, schließlich ist Ihr Ziel nicht Anpassung oder Anbiederung (doin‘ it for the credits) sondern Unternehmertum. Tun Sie es einfach nur deswegen, weil es für Sie richtig ist.

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