Bedürfnis- und Beziehungsorientierung in Unternehmen – Ein paar „aktuelle“ Zweifel dank Vera F. Birkenbihl

Einer der Hauptgründe, warum ich im Intrinsify!me-Netzwerk bin, (neben dem, dass ich dort fantastische Menschen kennen lernn darf), ist, dass ich von dort immer wieder Impulse und Hinweise bekomme, auf die ich sonst nie oder erst viel später stoßen würde.

Zuletzt war es wieder so weit. Auf dem internen Kommunikationsportal von intrinsify postete jemand folgenden Vortrag der 2011 verstorbenen Management-Trainerin und Lernexpertin Vera F. Birkenbihl:

https://www.youtube.com/watch?v=PNmumMFx8l4&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=itDOYMiJ-aw&list=RDPNmumMFx8l4&index=2

Obwohl ich viele inhaltliche Bestandteile schon kannte, hat mich dieser Vortrag doch ziemlich aus den Latschen gekippt.

Denn er bringt mich auf zwei Punkte, zu denen ich mir nunmehr nicht ganz so sicher bin, wie zuvor, dass ich dafür „die richtigen Rezepte“ parat habe:

1.) Männer brauchen Regeln, vielleicht auch Hierarchien, um „mit der Welt klar zu kommen“. – Sollte das, wie Frau Birkenbihl sehr überzeugend behauptete, tatsächlich Teil unserer „biologischen Hardware“ sein, ist die bedürfnis- und beziehungsorientierte Richtung, in die ich mit Unternehmen arbeite mindestens ergänzungs- oder modifikationsbedürftig.

Weil wir dann ein echtes „Bedürfnis“ (im GfK-Sinn) vor uns hätten, das man nur unter Strafe der Erfolglosigkeit ignorieren kann.

Meine bisherige Konzeptionalisierung besagt, dass sowohl Regeln als auch Hierarchien „Strategien“ sind (wieder im GfK-Sinn), d.h. es sind Lösungen zu dahinter liegenden Problemen, die man möglicherweise durch noch bessere (= bedürfnis-erfüllendere) Lösungen ersetzen kann. Zumindest sollte man das hin und wieder mal ausprobieren, wenn man mit den bisherigen Resultaten unzufrieden ist…

2.) Frage ich mich grade, warum ich als Mann derart „weibliche Werte“ vertrete und fördern möchte? – Hintergrund: Ich schreibe grade an einem „Männerbuch“, das aus einer leicht philosophischen Perspektive ein Bild davon geben möchte, „warum Männer nunmal so sind“ und warum wir völlig okay sind, wie wir eben sind, und unsere zahlreichen „Defekte“ und „Neigungen“ absolut Sinn machen, sozusagen „mit Vorsatz“ in der Welt sind. – Und natürlich auch eine Erinnerung daran, dieses Potential auch zu nutzen und einzubringen. Für sich selbst und für andere.

Dieses Buch mit dem Arbeitstitel „Männer sind Überschuss“ ist durch den Impuls des Birkenbihl-Vortrags grade ein wenig ins Wanken gekommen, obwohl dieser Vortrag wie gesagt viel enthält, was ich schon kenne und auch in meinem Buch gestreift wird.

Im Moment verdaue ich diesen Vortrag noch. – D.h. auch: ich sortiere für mich erst noch, was genau an diesem Vortrag mich überhaupt so „aus meinem Konzept“ bringt.

Dennoch bin ich für solche „Störungen“ sehr dankbar. Ich glaube, genau solche Störungen, die ich für mich zunächst schwer zuordnen kann, bringen mich weiter.

Auch deswegen bin ich so froh und dankbar, dass es intrinsify gibt. Und dass das nächste Intrinsify-Netzwerk-Treffen schon vom 12. – 14. Dezember in Hanau sein wird. 🙂

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